Geschichte & Herkunft

 

Wer dem Labrador seinen Namen gab und warum der Hund ausgerechnet so getauft wurde, hat sich bis heute nicht klären lassen.

Die gleichnamige Halbinsel erhielt ihren Namen im Jahr 1501 von den Portugiesen.

Der erste als "Labrador" bezeichnete Hund tauchte aber erst 1839 auf und war im Besitz des Züchters Duke of Buccleuch. Dieser Duke trug in den Jahren darauf durch intensive Züchtung mit zum heutigen Erscheinungsbild des Labradors bei.

Denn die Labradorhunde aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts waren bei weitem noch keine eigene Rasse - sie sahen einander denkbar unähnlich. Lediglich eines hatten sie gemeinsam - sie kamen allesamt aus Neufundland, der Insel nördlich des St. Lorenz-Golfes.

Als die Engländer, Ende des 16.Jahrhunderts, die Insel besetzten, lebten dort bereits Hunde, die die Fischer in ihren Booten begleiteten, selbst nach Fischen tauchten und Schleppnetze an Land zogen.

Die Englischen Fischer machten zwei Hundetypen aus. Zum einen schwere, große langhaarige Hunde, die zum Schleppen der Boote und der Netze eingesetzt worden und an Land auch Karren zogen; zum anderen kleinere, wendige Hunde mit kurzem, aber sehr dichtem, Wasserabstoßendem Fell, die fast ausschließlich für die Wasserarbeit herangezogen wurden. Beide Variationen waren hauptsächlich schwarz.

Das eisige Wasser (auf Neufundland herrschten subarktische Klimaverhältnisse mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von nur wenigen Graden über Null) machte diesen "Wasserhunden" nichts aus.